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1000 Schilling Babenberger Goldmünze

Foto der Vorderseite 1000 Schilling Babenberger1000 Schilling Babenberger Vorderseite
Foto der Rückseite 1000 Schilling Babenberger1000 Schilling Babenberger Vorderseite

Die 1000 Schilling Babenberger ist eine Goldmünze, die als erste Schilling-Goldmünze in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt wurde. Sie ist eine Bundesgoldmünze, die anlässlich des Jubiläums zum 1000. Jahrestag der Einsetzung des ersten österreichischen Herrschergeschlechts über Banken und Sparkassen zum Nennwert in Umlauf kam. Da sie trotz aller Besonderheiten als reguläre Währung klassifiziert wurde, eignet sie sich durch die Mehrwertsteuerbefreiung gut als Anlagemünze. Ihr Feingehalt liegt in der Tradition der Goldkrone bei 900 ‰ Feingold.

NennwertMünzgewichtFeingoldMaterialpreis*AbmessungFeinheit
1.000 Schilling13.5 g12.15 g417,39 €
(478,17 $)
Ø 27 mm
x 1,6 mm
900 ‰
21,6 Karat

1976 wurde die 1000-Schilling-Babenberger-Goldmünze von der Münze Österreich als Bundesgoldmünze geprägt. Der Schilling als Währungseinheit existierte seit 1925 als Nachfolger der Krone. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er als österreichischer Schilling zur Währung der zweiten österreichischen Republik. Namensgeber dieser Sonderprägung ist zudem das Geschlecht der Babenberger, die 976 erstmals zu Grafen eines relativ bescheidenen Gebiets an der Grenze zu Bayern wurden. Aus dieser Grafschaft entwickelte sich das spätere Österreich. Als 1278 der letzte der Babenberger auf dem Schlachtfeld fiel, ging das zum Herzogtum aufgestiegene und erweiterte Gebiet schließlich an die Habsburger, die es zum Kaiserreich führten. Die Babenberger Goldmünze ist damit eine Ehrung des Gründungsgeschlechts Österreichs.

Als Motiv wurde eine Reiterdarstellung Friedrich II. gewählt, der von 1230 bis zu seinem Tod am 15. Juni 1246 Herzog von Österreich und der Steiermark war. Friedrich II. war der letzte männliche Babenberger. Er ist auf einem von rechts nach links galoppierenden Pferd dargestellt. In der rechten Hand hält er eine bereits zum Angriff vorgestreckte Lanze und in der linken Hand einen dreieckigen Schild mit zwei Querlinien. Unter dem Pferd ist das Alpenmassiv zu erkennen. Die Reiterdarstellung ist komplett mit einer Goldlinie umschlossen, die nur an einer Stelle durch die Lanzenspitze durchbrochen wird. Außerhalb dieser Linie ist die Aufschrift „EINSETZUNG DER BABENBERGER“ vom oberen linken Drittel bis zum oberen rechten Drittel zu lesen. Über dem Reiterbild wird die Inschrift durch die Jahreszahlen 976-1976 komplettiert. In den rechten Ausläufern des Alpenmassivs steht G. SIMON für die Designerin des Babenberger 1000 Schilling Gertrude Simon.

Die Wertseite der Goldmünze ist traditionell mit dem österreichischen Adler geprägt, der eine schlichte dreizackige Krone trägt und dessen Körper von einem Wappenschild verdeckt wird. Als Symbol für die zweite österreichische Republik hält er in seinen Klauen nicht mehr Schwert und Reichsapfel, sondern in der rechten eine Sichel und in der linken einen Hammer. Von seinen Füßen strecken sich zerbrochene Ketten zu den Seiten hin, wobei das letzte linke Kettenglied sehr elegant in den Namen Coufal für die Graveurin Martha Coufal-Hartl übergeht, die 1964 auch die Olympiamedaillen entworfen hatte. Unterhalb des Adlers steht die Währung ausgeschrieben mit dem Wort „SCHILLING“ und darunter der Nennwert in arabischen Zahlen. Getrennt durch zwei Punkte vom Nennwert umgibt den Rand die Umschrift REPUBLIK ÖSTERREICH.

Die in Wien ansässige Münze Österreich hat die Goldmünze 1000 Schilling Babenberger 1976 mit einem Nennwert von 1.000 Schilling und in einer Auflage von 1.800.000 Stück geprägt und in Umlauf gebracht. Ausgegeben wurde die Goldmünze am 22. Oktober 1976 und war aufgrund des günstigen Verhältnisses von Kaufpreis und Materialwert noch am gleichen Tag vergriffen, sodass ein zweiter Ausgabetag angekündigt werden musste. Zum damaligen Zeitpunkt betrug der Wert von 1000 Schilling rund 142 DM und lag damit immer noch unter dem Goldpreis, der sich nach einer Talfahrt in 1975 bereits erholte und über die nächsten Jahre deutlich anstieg.

Ein Kommentar

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