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Palladiummünzen

Palladiummünzen gehören für Sammler und Anleger zu den Neuzugängen in einem solide gefächerten Münzenportfolio. Die Geschichte dieser Münzen, die noch seltener und in sehr kleiner Auflage geprägt werden als Platinmünzen, ist erst wenige Jahrzehnte alt. Dabei findet sich das Edelmetall in vielen Gebrauchsgegenständen und wird wegen der eingeschränkten weltweiten Vorräte sorgfältig recycelt.

Palladiummünzen – exotische Mitglieder der Münzfamilie. Palladiummünzen sind selten und noch nicht sehr lange erhältlich. Anders als die bekannten Anlagemünzen aus Gold und Silber ist die Auflage der Palladiummünzen sehr klein und auf wenige Varianten reduziert. Der Markt ist begrenzt und die Aufschläge gegenüber dem reinen Materialwer meist höher als bei Gold- und Silbermünzen. Einige Jahre war der kanadische Maple Leaf in Palladium die einzige Palladiummünze, die regelmäßig geprägt wurde.

Ein besonderer Reiz der Palladiummünzen besteht für Interessenten darin, dass das Edelmetall nicht mit Sauerstoff reagiert. Also kann bei Raumtemperatur eine Münze aus Palladium mit entsprechend hohem Feingehalt nicht anlaufen. Eine Münze aus Palladium mit polierter Platte bewahrt dauerhaft ihren Glanz und sticht mit ihrem kühlen silbernen Glanz aus der Sammlung von Goldmünzen und Silbermünzen immer heraus.

Eine Besonderheit in der kurzen Geschichte der Palladiummünzen ist sicher das Ursprungsland der ersten geprägten Anlagemünze aus Palladium, die eine vierstellige Stückzahl aufweisen konnte. Das Königreich Tonga ließ 1967 und 1968 zu Ehren seines Königs Tupou IV. Palladiummünzen in verschiedenen Nominalen prägen. Ein Jahr zuvor hatte Sierra Leone in kleinster Stückzahl von jeweils 100 Exemplaren Palladiummünze mit einem Gewicht von 1 Unze, ½ Unze und ¼ Unze als Gedenkmünzen zum dritten Jahrestag der Unabhängigkeit ausgegeben.

Nach diesem Beginn in Polynesien dauerte es mehrere Jahrzehnte, bis erneut Palladiummünzen geprägt wurden. Seit 1987 erfolgten wieder Prägungen, die insbesondere aus Russland mit mehr als 20 verschiedenen Motiven und Ausgaben stammen. Dies ist damit zu erklären, dass lange Zeit die größten Vorkommen an Palladium in Russland abgebaut wurden.

Die kanadische Münze prägte ab 2005 in geringer Stückzahl einen Maple Leaf Palladium, stellte die Prägung aber 2009 ein und es erfolgte in den Folgejahren ein Abverkauf der Münzvorräte. Bereits in den frühen achtziger Jahren bis in die neunziger Jahre prägte Russland die Palladiummünzen, die einen weiteren bedeutenden Anteil der Gesamtproduktion der Münzen aus Palladium darstellten. Andere Länder wie Frankreich, Samoa, Portugal oder Australien haben immer nur sehr kleine Mengen aufgelegt.

Um die geringe Beteiligung von Palladiummünzen in den Portfolios der Anleger und Sammler zu verstehen, ist auch eine genaue Betrachtung des Edelmetalls und die industrielle Verwendung erforderlich als auch der Tatsache dass anders als bei Gold- und Silberanlagemünzen das industriemetall Palladium als auch Palladiumünzen in Deutschland dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen.

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