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Goldfieber

Als den Goldrausch oder das Goldfieber bezeichnet man eine Zeitspanne, in der gewisse Gebiete starke Zuwanderungen bekamen aufgrund der Vermutung des Gold Vorkommnisses. Viele Tausend Menschen gaben Anfangs sowohl sichere Arbeitsplätze, sowie Haus und Hof auf, um mit ihrer Familie über die Goldfelder zu ziehen auf der Suche nach Reichtum.

Der erste große Goldrausch wurde 1693 bis 95 durch einige beachtliche Funde in Brasilien ausgelöst. Dieser brachte bereits während des gesamten 18. Jahrhunderts 10 bis 15 Tonnen des Edelmetalls nach Europa und das jährlich. Doch dieser sollte nicht der letzte Goldrausch bleiben, im Gegenteil, es gab unzählige. Vom späten 17. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende, sind es schätzungsweise 50 Stück. Die meisten gab es zwischen 1850 und 1880.

In Nordamerika gab es drei wirklich große und bekannte Goldfieber, das größte war das Kalifornische. Es begann im Jahr 1848 und hatte ein Jahr drauf seinen Höhepunkt. Dieses verstrich den meisten Zuwachs. Rund um San Francisco und Sacramento, kamen Einwanderer von der ganzen Ostküste der USA. Beim Bau einer Sägemühle fand James W. Marshall das erste Goldstück. Dieser Fund trug erheblich zum Goldrausch bei und zog im darauf folgenden Jahr alleine rund 80.000 Menschen an. Der geschätzte Tagesfund betrug 30 Gramm, was damals einem 25-fachem Tageslohn entsprach. Heute wären dies mehr als 1.000 Euro. Die erheblichen Goldfunde waren ein Mitgrund, dass Kalifornien am 3. September 1850 zum 31. Bundesstaat der USA ernannt wurde.

Nachdem die Goldfunde in Kalifornien immer weniger wurden, brach 1858 ein weiterer großer Goldrausch aus, diesmal in Colorado. Anfangs suchten die Arbeiter dort nur Gold, später fanden sie auch Silber. Durch das Goldfieber wuchs die Einwohnerzahl rasch auf 60.000 an. Und so wurde auch Colorado 1876 zu einem Bundesstaat der USA.

Nicht zu vergessen, der Goldrausch am Klondike River in Dawson City, die Stadt die durch ein Goldfieber reich wurde. Zumindest war dem mal so, heute leben noch ungefähr 2.000 Menschen in Dawson City. Das sah mal ganz anders aus, denn 1897 bis 99 gab es hier über 40.000 Einwohner. Ein großer Zuwachs neben den Einwanderern aus Kalifornien, kam diesmal auch aus Europa und Asien. Der schlagartige Aufstieg der Stadt begann mit den Goldfunden im August 1896, als eine Gruppe um den Digger George Carmack am Bonanza Creek das Lohnendste Goldfeld Kanadas entdeckte und ihre Claims absteckte. Noch heute wird der 17. August, als „Discovery Day“ (Entdecker-Tag) gefeiert.

Auch heute gibt es noch einige Goldsucher in Alaska, doch nicht wie damals mit Sieb, Spitzhacke und Schaufel sondern mit hoch modernen Geräten und Maschinen.

Zu den größten Verlierern bei dem Goldfieber gehört wohl Johann August Sutter, er war nämlich Großgrundbesitzer in Kalifornien und ein Großteil des Landes in dem Goldfunde gemacht wurden, gehörte ihm. Doch seine Rechte wurden nicht respektiert und ihm blieb letztendlich nichts, so starb er verarmt. Seine Geschichte ist 1936 unter dem Titel „Der Kaiser von Kalifornien“ verfilmt worden. Man muss hier auch die Kehrseite der Medaille sehn, denn es gab nicht nur Menschen die durch den Goldrausch gewonnen haben indem sie Gold fanden. Es gab auch Leute die alles aufgaben und letztendlich nichts mehr hatten, da die Goldsuche für sie nicht gut ausgefallen ist. Zudem führten die Goldräusche zu Chaos, Gewalt und Diebstahl im großen Stil.

Letztendlich kann man sagen, dass es natürlich für viele Leute sehr rentabel war. Allein der wirtschaftliche Zuwachs in den USA. Doch wie immer heißt es auch hier „des einen Freud, ist des anderen Leid“.

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