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Pesos Azteca Goldmünze Mexiko

Foto der Vorderseite einer mexikanischen Pesos Azteca GoldmünzePesos Azteca Gold Mexiko Vorderseite
Foto der Rückseite einer mexikanischen Pesos Azteca GoldmünzePesos Azteca Gold Mexiko Rückseite

Die 20-Pesos-Goldmünze aus der Familia centenario der mexikanischen Münzprägeanstalt ist eine historische Anlagemünze mit auflagenstarken Nachprägungen, die sich nicht nur durch die Mehrwertsteuerbefreiung und den geringen Händleraufpreis empfiehlt. In der häufig zu Beginn des 20. Jahrhunderts anzutreffenden Goldlegierung aus 900er Feingold und Kupfer geprägt überzeugt sie auch die Ästheten unter den Anlegern durch das Thema der Wertseite, das ihr die Bezeichnung Azteca eingetragen hat.

NennwertMünzgewichtFeingoldMaterialpreis*AbmessungFeinheit
20 Pesos16.667 g15 g658,43 €
(730,38 $)
Ø 27 mm
x 2,03 mm
900 ‰

Der Azteca wurde erstmalig von der mexikanischen Münzprägeanstalt, der Casa de Moneda de México 1917 als Teil der Familia centenario geprägt. Ab 1959 kamen die Nachprägungen in Umlauf und können noch heute erworben werden.

Im Vergleich zur Hidalgo-Serie und dem Centenario, die übereinstimmende Motivseiten haben, weicht der Azteca auch dort bereits vom bekannten Design ab. Zwar wird ebenfalls das mexikanische Wappentier, der Adler dargestellt, die Variante ist jedoch moderner. Sie entsprach der zum Zeitpunkt der Erstprägung aktuellen Darstellungsweise. In dieser Ausführung ist der Adler nicht frontal dem Betrachter zugewandt und auch die Stilrichtung naturalistischer gehalten. Nach links gerichtet sitzt er seitlich auf einem Kaktusarm, gebeugt über die Schlange, die er mit seinem Schnabel und seiner erhobenen rechten Kralle gefangen hält. Aus den verbundenen Lorbeer- und Eichenzweigen, die den unteren Rand des Innenmotivs begrenzen, zieht sich die Umschrift ESTADOS UNIDOS MEXICANOS von der linken bis zur rechten Seite. Der äußere Ring ist wie bei allen Goldmünzen der Familia centenario auch beim Azteca mit geometrischen Stufenornamenten umfasst, die den Eindruck einer Kordellinie erwecken. Der Seitenrand der Goldmünzen der Familie centenario ist nicht geriffelt, sondern glatt und mit der Aufschrift „Indepencia y libertad“ geprägt.

Das Besondere am Azteca ist die Wertseite. Umfasst von der Kordellinie ist der Innenbereich asymetrisch aufgebaut. Sein zentrales Motiv ist der Sonnenstein aus der alten Tempelanlage in Tenochtitlán. Der 1790 in Mexiko-Stadt bei Bauarbeiten freigelegte Monolith, auf dem sich konzentrische Ringe um das grimmige Antlitz des Sonnengottes Tonatiuh legen, ist mit bemerkenswertem Detailreichtum dargestellt. Dies gilt insbesondere, wenn man bedenkt, dass das seit 1885 im Nationalmuseum ausgestellte Original einen Durchmesser von über drei Metern hat und 24 Tonnen wiegt. Ungewöhnlich für den Azteca ist, dass der Sonnenstein – über dessen tatsächliche Funktion noch gestritten wird – nicht mittig auf die Wertseite geprägt wurde, sondern er nach oben versetzt dargestellt ist. Oben schließt er fast ganz an den Kordelrand an, unten ist die größte Entfernung zum Rand. Durch diese Verschiebung ist der Raum für die Prägung des Nennwertes von unterschiedlicher Breite. Dem wird in der Prägung des Nennwertes dadurch Rechnung getragen, dass die Worte des Nennwertes ebenfalls in der Größe variieren. VIENTE ist in aufsteigender Größe geprägt, PESOS wiederum in absteigender Größe. Unterhalb des Sonnensteins sind die Buchstaben dabei am größten. Eingefasst von zwei fünfzackigen Sternen finden sich schließlich unter dem Nennwert das Feingewicht in arabischen Zahlen mit abgekürzter Gewichtseinheit und die Worte ORO PURO.

Die Entscheidung der Casa de moneda de Mexico, ein aztekisches Motiv für die Prägung der 20-Pesos-Goldmünze zu wählen, stellt keinen Bruch mit der Motivwahl der übrigen Goldmünzen aus der Familia centenario dar. Hidalgo und Centenario thematisieren jeweils die Unabhängigkeit des Landes von den spanischen Eroberern. Der Stein der Sonne stammt ebenfalls aus einer Zeit, als die Bewohner Mexicos als eigenständiges präkolumbianisches Reich lebten.

Die Azteca-Goldmünze wird nur als 20-Pesos-Goldmünze geprägt. Die ersten Prägungen erfolgten im Jahr der Verfassungsreform 1917 und endeten zunächst 1921. Wie alle Goldmünzen der Familia centenario war die Stückzahl sehr hoch. Die Nachprägungen ab 1959 sind ein weiterer Grund, warum der mexikanische Azteca sich durch eine gute Verfügbarkeit auszeichnet.

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