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Soles Goldmünzen aus Peru

Südamerikanisches Gold wird unwillkürlich mit dem sagenumwobenen Schätzen der Inkas, Konquistadoren und der Eroberung eines ganzen Kontinenten in Verbindung gebracht. Fernab von Legenden ist die peruanische Soles-Goldmünze eine solide Anlagemünze aus 900er Feingold mit einer Kupferlegierung. Sie profitiert von allen Vorteilen einer Anlagemünze und wird mangels besonderem Sammlerinteresse mit einem geringen Aufschlag auf den aktuellen Materialwert angeboten.

NennwertMünzgewichtFeingoldMaterialpreis*AbmessungFeinheit
5 Soles2.3404 g2.106 g92,44 €
(102,55 $)
Ø 15 mm900 ‰
21,6 Karat
10 Soles4.6807 g4.213 g184,93 €
(205,14 $)
Ø 18 mm900 ‰
21,6 Karat
20 Soles9.3614 g8.425 g369,82 €
(410,23 $)
Ø 23 mm900 ‰
21,6 Karat
50 Soles23.4056 g21.065 g924,65 €
(1.025,70 $)
Ø 30 mm900 ‰
21,6 Karat
100 Soles46.8071 g42.126 g1.849,12 €
(2.051,20 $)
Ø 36 mm900 ‰
21,6 Karat

Der peruanische Sol (Mehrzahl Soles) wurde zunächst nur kurz in einer Erstauflage von 1930 bis 1931 geprägt. Erst 1950 bis 1970 nahm die peruanische Münze in Lima die Prägung mit einer erweiterten Stückelung wieder auf. Der Name hat eine lange Tradition in Peru. Übersetzt aus dem Spanischen bedeutet das Wort ‚Sonne‘. Schon bei den Inkas war die Sonne ein zentrales Thema. Gold galt als ihr Sinnbild und durch die reichen Vorkommen dieses Edelmetalls fand es in ihrer Darstellung üppige Verwendung. Bereits 1863 wurde der Sol als Währungseinheit eingeführt und blieb dies bis zur Währungsreform 1985, als er durch den kurzlebigen Inti ersetzt wurde. Die moderne Währung Perus ist seit 1991 der Sol Nuevo.

Die Soles-Goldmünze zeigt auf der Wertseite ähnlich vielen nordamerikanischen Anlagemünzen eine Darstellung der Freiheitsgöttin Libertas. Sie wird sitzend mit der Blickrichtung nach rechts dargestellt, das Gewand mit detailreichem Faltenwurf geprägt. Das linke, angewinkelte Bein ist verdeckt. Das rechte Bein etwas gestreckt, der Fuß sichtbar. Libertas stützt sich mit der rechten Hand auf einen Schild, der mittig eine runde, mit Gesicht dargestellte Sonne zeigt, von der umlaufend Strahlenlinien ausgehen. In der linken Hand hält sie einen Stab, der die Umschrift in der oberen Mitte unterbricht. Rechts im Hintergrund der Libertas ist eine halbhohe, viereckige Säule geprägt, die einen aufrecht stehenden Lorbeerkranz trägt. Ein Spruchband umläuft die Säule und auf den beiden sichtbaren Abschnitten ist das Wort LIBERTAD lesbar. Auf der linken Seite der Soles-Goldmünze ist der Nennwert in spanischen Zahlworten sowie die Währungsbezeichnung SOLES ORO angegeben. Rechts befindet sich mit der Gewichtseinheit abgekürzt GRS jeweils die Angabe des Goldgewichts sowie die Worte DE ORO FINO für Feingold. Das Prägejahr findet sich unterhalb der Libertas in arabischen Ziffern.

Auf der Motivseite findet sich das peruanische Staatswappen, eingerahmt von einem Palmenzweig und einem Lorbeerzweig. Beide Zweige sind mit einem Schleifenband verbunden. Über dem Wappen ist ebenfalls aus Lorbeer ein Kranz geprägt. Die Umschrift beginnt links neben dem Schleifenband. Nach dem Wort PESO folgt die Gewichtseinheit und der Feingehalt, gefolgt von den Worten REPUBLICA PERUANA NUEVE DECIMOS FINO. Unterhalb der verkreuzten Zweige und abgesetzt von der übrigen Umschrift schließt sie mit dem Wort LIMA. Der Rand der peruanischen Soles ist geriffelt.

Verantwortlich für die Prägung zeichnet die peruanische Münze Lima. Münzprägung gibt es mit Autorisierung des spanischen Königs bereits seit 1565. Die Casa Real de la Moneda, die historische Münzprägeanstalt in La Paz dient heute jedoch nur noch touristischen Zwecken. Die moderne Münze befindet sich in der Hauptstadt Lima.

Die Auflagezahlen lagen zumeist bei mehreren Tausend Stück. Von der 50-Soles-Goldmünze 1965 sogar 23 000 Exemplare. Die Auflage der 100-Soles Goldmünze fiel in den letzten Prägejahren hingegen unter 1000 Stück. Die Goldmünzen mit den Nennwerten von 20 bis 100 wurden durchgehend von 1950 bis 1970 geprägt, während die niedrigeren Nennwerte in der zweiten Prägeperiode erst ab 1956 herausgegeben und 1969 eingestellt wurden. Im Vergleich zu anderen bekannteren Anlagemünzen ist die Auflage nicht sehr hoch, ohne dass dadurch der Sammlerwert nennenswert gestiegen ist.

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